Systemische Therapeutin / Systemischer Therapeut

Kursname:Systemische Therapeutin / Systemischer Therapeut
Dauer:2 Wochen Intensivausbildung
Termine:Nr. 881-B9: 02. 12. 2019 bis 13. 12. 2019
Gebühr:EUR 2800 €,- (USt.-befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Ort(e):IEK Berlin Ausbildungszentrum IV, Husemannstr 31, 10435 Berlin
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die in dieser Ausbildung enthaltene Zusatzqualifikation “Autogenes Training” entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Voraussetzungen:Mindestalter 21 Jahre, Schulabschluss. Die Intensivausbildung richtet sich an Menschen mit Erfahrungen in psychologischen, therapeutischen, pädagogischen, sozialpädagogischen, gesundheitlich - medizinischen, pflegenden oder helfenden Bereichen
Sonstiges:Bitte Decke, warme Socken, evtl. Kissen und Lieblingskuscheltier mitbringen.
Kursbeschreibung als PDF:

Systemische Therapeutin / Systemischer Therapeut

Hintergrund

Systemtherapeutische Verfahren werden in der psychologischen Beratung und Psychotherapie vor allem bei Paaren und Familien angewendet. Ziele sind positive Veränderungen im kommunikativen Umgang sowie die Autonomie des Subjekts fördernde Entwicklungen der Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Die systemische Therapie arbeitet mit einem erweiterten Familienbegriff; sie setzt ihre Verfahren auch in außerfamiliären Bereichen wie Gruppentherapie, Teamentwicklung, Coaching und Organisationsberatung ein. Die theoretischen Ansätze der Systemischen Therapie beruhen auf psychoanalytischen und humanistischen Ansätzen; die therapeutische Praxis hingegen ist an Gesprächs- und Verhaltenstherapie orientiert, aber auch kreativ-darstellende Techniken kommen zum Einsatz. In der systemischen Therapie geht es nicht nur darum, unerwünschte Symptome zu eliminieren. Das Anliegen ist vielmehr, Raum dafür zu schaffen, dass Veränderungen möglich werden. Symptome sind oft missglückte Versuche, Probleme zu lösen. Gerade in der Arbeit mit Familien besteht ein wichtiges Ziel darin, die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern so zu gestalten, dass die Symptome überflüssig werden. Das übergeordnete Ziel besteht in der Stärkung des Gefühls, gute Eltern zu sein, und der Zuversicht, mit auftretenden Problemen umgehen zu können. Wie diese aussehen können und wie sie in konkrete Handlungen umgesetzt werden können, dabei zu helfen ist Aufgabe des systemischen Therapeuten.

Ziel

Ziel der Ausbildung ist, den Teilnehmer(inne)n eine Vielfalt systemtherapeutischer Interventionsmöglichkeiten und ihre theoretischen und praktischen Hintergründe zu vermitteln. Insbesondere wird hierbei der Schwerpunkt auf konstruktivistische und lösungsorientierte Ansätze gelegt. Das in der Ausbildung erlernte Methodenrepertoire orientiert sich an wissenschaftlich fundierten verhaltens- und gesprächstherapeutischen Interventionsformen und wird ergänzt um grundlegende Entspannungsverfahren. Die Teilnehmer(innen) erwerben die Qualifikation der therapeutischen Intervention an Personen mittels systemisch-familientherapeutischer Verfahren.

Aus dem Inhalt

  • Geschichte und Philosophie des systemischen Denkens
  • Psychoanalytische und humanistische Ansätze in der Familientherapie
  • Einführung in die Grundlagen der Verhaltens- und Gesprächstherapie
  • Narrative und dramaturgische Settings (Psychodrama, Familienskulptur)
  • Die kommunikationstheoretischen Grundlagen der Familientherapie
  • Zur entscheidenden Rolle von Sprache und sozialem System
  • Intergenerationale Prozesse und Interaktionsmuster in der Familie
  • Über die (ausgesprochenen und unausgesprochenen) Spielregeln sozialer Systeme
  • Grundlagen konstruktivistischer Wirklichkeitsmodelle
  • Strukturelle Systemtherapie
  • Strategische Systemtherapie
  • Konstruktivistische Systemtherapie
  • Das Mailänder Modell
  • Verwandte Verfahren (Grundlagen der Transaktionsanalyse, Hypnotherapie, Entspannungsverfahren)
  • Organisationsberatung, Coaching und Teamentwicklung
  • Zirkuläre Fragetechniken
  • Paradoxe Interventionen
  • Systemisches Fragen: Zirkuläres Fragen, Fragen nach Unterschieden, Fragen nach Ausnahmen, hypothetische Fragen, die Wunderfrage
  • Perspektivenwechsel und Refraiming
  • Allparteilichkeit als Haltung und in der Praxis
  • Ressourcenorientierung und ihre praktische Umsetzung
  • Aktivierung von Ressourcen
  • Refraiming
  • Lösungsorientierte Techniken: z. B. Beachtung von Ausnahmen, Wunderfrage, Skalierungen
  • Muster und Mustererkennung
  • Genogrammarbeit
  • Zeitlinienarbeit
  • Dschungelpfadmodell
  • Paradoxe Interventionen 2 Mal oben auch
  • Aktivierung (neuer oder vorhandener) sozialer Netzwerke
  • Alltagsrituale und Rituale bei besonderen Anlässen
  • Malen, kreatives Gestalten, biografisches Schreiben und andere Kreativtechniken
  • Familienskulpturen
  • Rollenspiele mit realen Personen oder Figuren
  • Symptomexternalisierungen
  • Paradoxe Interventionen 3 Mal 2 Mal schon oben
  • Auftragsklärung
  • Familie als System
  • Entwicklungsmodelle von Familien
  • Die Phasen des Lebenszyklus‘
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Kindheit und Jugend
  • Wiederkehrende Konflikte
  • die konstruktivistische Perspektive
  • Konstruktionen von Wirklichkeit
  • Kybernetik und Konstruktivismus würde ich wegnehmen kommt zu oft vor
  • Familienberatung mit oder ohne Kinder?
  • Umgang mit Fehlern
  • Heikle Themen angehen: Schuld, Scham, Wut, Gewalt, Angst,
  • die Balance zwischen Überbehüten und Vernachlässigen finden
  • Elternebene vs. Paarebene
  • Typische Themen der Elternberatung (Schule, Schulleistungen, Aufmerksamkeitsforderungen, Schlafprobleme, mangelnde Kooperation, häufige Konflikte, Umgangsregeln, Hilflosigkeit)
  • Gestaltung des Beratungsprozesses
  • Umgang mit Beratungsabbrüchen
  • Kontexte der Elternberatung
  • Gestaltung des Settings
  • Das Reflecting Team
  • Impulse aus der Familienberatung von Jesper Juul
  • Symptomfördernde familiäre Interaktionen
  • Dysfunktionale Lösungsversuche verwandeln
  • Die heilende Kraft positiver Beziehungen
  • Hoffnungen erwecken
  • Symptome von Familienmitgliedern als Ausdruck eines bestimmten Beziehungsgeschehen
  • Die Eltern als Experten nicht nur für ihr Problem, mit dem sie zur Beratung kommen, sondern auch für die für sie möglichen Lösungsstrategien.
  • Einordnung familiärer Konflikte in den normalen entwicklungspsychologischen Verlauf
  • Die individuellen Besonderheiten aller Familienmitglieder erkennen und wertschätzen
  • Zirkuläre Sichtweise statt der Frage nach der Schuld
  • Das Austragen von Konflikten
  • Wertschätzung der familiären Geschichte und ihres Wertesystems entwickeln
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
  • Symptome als Lösungsversuche
  • Lösungs- und Ressourcenorientierung
  • Fördern von Entwicklungsinitiativen
  • Umgang mit Klienten, die man nicht mag
  • Das richtige Verhältnis von Stabilität und Entwicklung finden
  • Interpersonelle Grenzen und Nähe
  • Unterschiedliche Bedürfnisse der Familienmitglieder erkennen und akzeptieren
  • Umgang mit Konflikten
  • Der Nutzen von Symptomen
  • Das Erstgespräch
  • Abschlussinterventionen
  • Kindgerechte spielerische Techniken: z. B. Spielen, Handpuppen, Malen
  • Die Persönlichkeit des Therapeuten
  • Beziehungsgestaltung: der Kontakt zwischen Therapeut, Kind und Familie
  • Informationen über entwicklungspsychologische Aspekte
  • Potentiale erkennen und benennen
  • Strafen und loben
  • Aufstellungen und Lösen von systemischen Blockaden in Ahnenreihen
  • Drama- und theatertherapeutische Interventionen
  • Das Nichtwissen und Nichtverstehen
  • Erkennen lernen: Jedes Verhalten hat einen guten Grund
  • Autogenes Training Seminarleiterschein (32 UE)
  • Rechtliches zum Therapeutenberuf
  • Krankenkassenabrechnung nach § 20 SGBV
  • Coaching und Supervision

Aus dem Methodenteil

In der Ausbildung wird durch Vortrag, Gruppenarbeit und Selbsterfahrung eine Wissensbasis zu den wichtigsten Grundlagen sowie zu passenden Entspannungstechniken geschaffen. Systemische Familientherapie ist eine lösungs- und problembezogene Therapieform. Symptome werden dabei nicht als Pathologien eingestuft, sondern als Probleme, die durch soziale Rollenverteilung und Kommunikation zustande gekommen sind. Die Teilnehmer(innen) üben Techniken aus den unterschiedlichen Ansätzen der Familientherapie (strategische, konstruktivistische, generationale oder struktureller Ansatz). Die Erfahrungen werden reflektiert, analysiert und auf ihre therapeutische Relevanz hin geprüft. Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n umgesetzt und gemeinsame Therapieansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung der von den Teilnehmer(inne)n selbst entwickelten Therapie- und Seminareinheiten. Therapiegruppen- und Einzelsitzungen werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en und/oder Diplom-Psycholog(inn)en geübt und supervidiert. Gemeinsam werden die gelernten Verfahren zur Anwendung gebracht.

So melden Sie sich für eine unserer Ausbildungen an:

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Systemische Therapeutin / Systemischer Therapeut

IEK Berlin Ausbildungszentrum IV, Husemannstr 31, 10435 Berlin

EUR 2800 €,- (USt.-befreit, befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)