Hochsensibilitätstherapeut / HSP Coach

Kursname:Hochsensibilitätstherapeutin / Hochsensibilitätstherapeut / HSP Coach
Dauer:1 Woche Intensivausbildung
Termine:Nr. 891-B9: 25. 11. 2019 bis 01. 12. 2019
Gebühr:EUR 1600 €,- (USt.-befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Ort(e):IEK Berlin Ausbildungszentrum IV, Husemannstr 31, 10435 Berlin
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die in dieser Ausbildung enthaltenen Zusatzqualifikation Stressbewältigung (32 UE) entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Voraussetzungen:Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Sonstiges:Bitte Kuscheltier, warme Socken, evtl. eigenes Kissen und Decke mitbringen.
Kursbeschreibung als PDF:

Hochsensibilitätstherapeutin / Hochsensibilitätstherapeut / HSP-Coach

Hintergrund

Hochsensibilitätstherapeut*innen reagieren beratend und therapeutisch auf psychische, identitätsbezogene sowie soziale Probleme und Schwierigkeiten, die durch das Phänomen der Hochsensibilität ihrer Klient*innen ausgelöst bzw. mit diesem im Zusammenhang stehen. Hochsensibilität oder auch Hochsensitivität, zuweilen auch Hypersensibilität oder Überempfindlichkeit genannt, bezeichnet ein relativ junges, psychologisches und neurophysiologisches Phänomen. Betroffene Personen nehmen hiernach Sinnesreize viel intensiver wahr, verarbeiten diese konsequenzenreicher in Bezug auf ihre psychische Verfasstheit und reagieren entsprechend sozial (ausdrucks-)stärker auf das Wahrgenommene als der Bevölkerungsdurchschnitt. Intensiveres Empfinden und Erleben kann nur dann als ‚höher‘ eingestuft werden, wenn der Vergleich mit einem durchschnittlichen, eher ‚niedrigem‘ Empfinden und Erleben von Personen angenommen wird. Diese Relativität zeigt sich in der Praxis in der Form, dass das Phänomen stets eingebettet ist in soziale Zusammenhänge – ein Grund, weshalb hier auch systemische Therapieansätze anschlussfähig sind. Die psychologische und neurowissenschaftliche Untersuchung des Phänomens, die sogenannte High-Sensitivity-Forschung, steht zwar noch am Anfang, auf der Basis der Empirie lassen sich aber dennoch therapeutische und beratende Ansätze ableiten. Das Phänomen wird durchdrungen von gesellschaftlicher und medialer Rezeption, weshalb man vor allem auch mit dem systemischen Coaching hochsensiblen Personen (HSP) adäquat – theoretisch und methodisch fundiert – begegnen kann.

Ziel

Hochsensibilitätstherapie und HSP-Coaching unterstützen den Prozess der Verarbeitung psychischer Probleme betroffener Personen in Bezug auf ihr soziales Umfeld. Auf der Basis eines „Hilfe zur Selbsthilfe“-Ansatzes, ergänzt durch Ansätze der systemischen Therapie sowie der jungianischen Tiefenpsychologie, thematisiert Hochsensibilitätstherapie immer auch den Beziehungsprozess zwischen Klient*in und Therapeut*in. Das Gelingen dieser und anderer sozialer Beziehungen ist Voraussetzung und Zielkategorie der erfolgreichen Hochsensibilitätstherapie.

Aus dem Inhalt

  • Merkmale der Hochsensibilität (gesteigerte Wahrnehmung, weitentwickelte Fantasie, erhöhte Intuition, Schmerzempfindlichkeit, gesteigerte Begeisterungsfähigkeit, multiperspektivisches Denken, Altruismus, ausgeprägtes Harmoniebedürfnis, Perfektionismus usw.)
  • Abgrenzung des Phänomens von Krankheitsbildern und -symptomen
  • Die Bedeutung psychosozialer Feinwahrnehmung und sozialer Durchlässigkeit (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen)
  • Umweltfaktoren und Störfaktoren
  • Einführung in die High-Sensitivity-Forschung
  • Arten von Hochsensibilität (1. sensorisch hochsensible Personen, 2. emotional hochsensible Personen, 3. kognitiv hochsensible Personen)
  • Hochsensibilität aus der Sicht der Persönlichkeitspsychologie (Borderline, bipolare Störungen, Psychosen usw.)
  • Einführung in die jungianische Tiefenpsychologie und ihre Verfahren
  • Doppelenttäuschung“ (C. G. Jung) und Hochsensibilität
  • Wechselwirkung zwischen Mensch und Außenwelt im Wahrnehmungsprozess (Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Raumwahrnehmung etc.
  • Wahrnehmung und Informationsverarbeitung
  • Bedingungen des systemischen Coachings (Selbstorganisation, Autopoiesis, Narration)
  • Erstkontakt und Erstgespräch in der Hochsensibilitätstherapie und im HSP Coaching
  • Familien- und gruppentherapeutische Ansätze und Methoden
  • Die Bedeutung von sozialen Normen für Zustandekommen und Überwindung psychischer Störungen von HSP
  • Wahrnehmungstheorien, sprachliche Verarbeitung und Schlüsselreize
  • Empirische Erfassung der Hochsensibilität / der Hochsensibilitäts-Test nach Elaine Aron
  • Synästhesie, ADHS und Hochbegabung als Epiphänomene der Hochsensibilität
  • Der „Gebirgsketteneffekt“ (Elaine Aron) / die Rolle von Entlastung in der Selbsterfahrung
  • Sozial- und medienwissenschaftliche Dimensionen des Phänomens / empfundene vs. signifikante Andersartigkeit sowie Konzeptionen von „Normalität“
  • Zeitgeistforschung und Hochsensibilität
  • Hochsensibilität und Körperarbeit
  • Sensibilisierung der Beobachtung für Körper und Körperschichten
  • Wahrnehmung von sensorischer, emotionalen, kognitiven Blockaden und Generierung von Umwand­lungsprozessen durch wahrnehmungspsychologische Methoden
  • Prozess freier Assotiationen nach C.G. Jung
  • Arbeiten mit inneren Bilder, Symbolen, Formen, Farbe und Archetypen
  • Meditative Harmonisierung – Die Kraft der Mitte entdecken – Elementarbewegungen für Regeneration, Auf­ladung und Zentrierung
  • Erdungsübungen / Orientierungsübungen / Atemarbeit
  • Methoden zur Selbsthilfe
  • Lösungsvorschläge für häufig auftretende Schwierigkeiten durch die Hochsensibilität
  • Abgrezungstechniken
  • Physiologische und psychologische Aspekte der Entspannung
  • Entspannungsübungen zur Integration der Wahrnehmungsüberflusses
  • Innenschau
  • Slow Motion MRE® Multisynästhtisches Relaxamentum Entspannungsverfahren
  • Die therapeutische Mandalaarbeit in der Hochsensibilitätstherapie
  • Zwischen Bewegung und Ruhe: Raum der Stille, Raum der Leere, Raum der Fülle
  • Seminarleiterschein für Stressbewältigung (32 UE)
  • Abrechnungsgrundlagen/Krankenkassen/Rechtliches
  • Anwendung von Equipment und Multimediaeinsatz
  • Selbsterfahrung sowie einzel- und gruppentherapeutische Gestaltung
  • Supervision und Coaching 

Aus dem Methodenteil

In der Ausbildung werden durch Vortrag, Gruppenarbeit und Selbsterfahrung ein theoretisches und praktisches Basiswissen sowie Kernkompetenzen einer*s Hochsensibilitätstherapeut*in bzw. eines HSP-Coachs erarbeitet. Die Teilnehmenden üben gleichermaßen Elemente aus den zusammengesetzten therapeutischen Disziplinen, Methoden und Verfahren. Ihre Erfahrungen werden reflektiert, analysiert und auf ihre therapeutische Relevanz hin geprüft. Die gelernten Methoden und Verfahren werden von den Teilnehmenden umgesetzt und gemeinsam Therapie- bzw. Beratungsansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung einer selbst entwickelten Einheit, jede Selbsterfahrung wird von erfahrenen Therapeut*innen und Diplom-Psycholog*innen begleitet und supervidiert.

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Hochsensibilitätstherapeutin / Hochsensibilitätstherapeut / HSP Coach

IEK Berlin Ausbildungszentrum IV, Husemannstr 31, 10435 Berlin

EUR 1600 €,- (USt.-befreit, befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)