Schreibtherapeut(in)
Für diese Ausbildung online anmelden| Ausbildung Nr. | 651-2 |
| Dauer | 2 Wochen Intensiv |
| Termine | Nr. 651-2: 23.01.2012-03.02.2012 |
| Gebühr | EUR 1600,-, ermäßigt EUR 1280,- (USt.-befreit; als Kosten für die berufl. Weiterbildung steuerlich absetzbar) |
| Voraussetzungen | Offenheit, Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Bereitschaft zur Kreativität und zur Entwick lung eines positiven Selbstbildes |
| Zertifikat | Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Autogenes Training entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt. |
| Sonstiges | Bitte Decke, warme Socken, evtl. Kissen mitbringen. |
| Veranstaltungsort | IEK-Ausbildungszentrum, Köpenicker Str. 175, 10997 Berlin |
Hintergrund
Schreiben ist eine der ältesten Therapieformen der Menschheit: Schon immer haben die Menschen versucht, seelische und körperliche Krisen durch Schreiben zu meistern. Beim Schreiben tritt man in einen intensiven Dialog mit sich selbst und seinem Unbewussten. Man erfährt mehr über sich und die Hintergründe der eigenen Lebensgeschichte, man kann sich seine Sorgen, Nöte und Ängste von der Seele schreiben. Papier kritisiert nicht – Schreiben eröffnet die Möglichkeit, ohne Angst seine innersten Gefühle auszudrücken. Man kann sein Leben analysieren und ihm eine neue Richtung geben, Kränkungen und Verletzungen aufspüren und sie schreibend verarbeiten.
Ziel
Der Kurs befähigt die Teilnehmer(innen) dazu, die Methoden der Schreibtherapie und Schreibpädagogik anzuwenden und zeigt ihre Möglichkeiten und Grenzen. Zusätzlich werden die theoretischen Hintergründe der Schreibtherapie vermittelt. Die Teilnehmer(innen) entwickeln die literarische, kommunikative, methodische und didaktische Kompetenz, um Gruppen und Einzelpersonen in ihrem Schreibprozess zu begleiten und zu fördern, Schreibgruppen und –workshops zu leiten.
Aus dem Inhalt
- Geschichte der Schreibtherapie /Poesietherapie
- Schreibtherapie und Tiefenpsychologie
- Der heilende Umgang mit Worten
- Verborgene Gefühlsmuster
- Wahrnehmen und Ausdrücken in Sprachskizzen
- Freudianisches Erforschen und Gestalten
- Das poetische Selbst
- Kreatives Schreiben: Begriff, Entwicklung und Geschichte
- Zugänge zum Kreativen Schreiben
- Schreibgruppe, Schreibwerkstatt: kollektive Schreibarbeit
- Aspekte der Schreibförderung
- Psychologische Aspekte des Kreativen Schreibens: kognitive und emotionale Zugänge
- Kognitive und emotionale Schreibblockaden
- Technik des Kreativen Schreibens: Themenfindung, Schreibstimuli, Schreibtechniken, Überarbeitungstechniken, Textdeutung, Kreativitätstechniken
- Praktische Szenarien des Kreativen Schreibens
- Emotionales Schreiben vs. kognitives Schreiben, formfreies Schreiben
- Biografisches Schreiben - Biographos – meine Lebenserzählung
- Schritte zur Lebenserzählung
- Zeit, Gefühl, Erinnerung
- Geheimnisse
- Kränkungsbiografie
- Verarbeitung von Kränkungen mit Hilfe unbewusster Sprachbilder
- Ich und die Anderen - alle in mir
- Das Wunschdrehbuch
- Schreiben heißt sich klären
- Was ich Dir schon immer einmal sagen wollte
- Schreiben als Ritual
- Autogenes Training (Seminarleiterschein)
- Der Zugang zu Symbolen mittels des Autogenen Trainings
- Symbolarbeit in der Schreibtherapie
- Aufsuchen von Gefühlszuständen und ihrem Ausdruck in der schreibtherapeutischen Symbolsprache
- Das Archaische in der Schreibtherapie, Reflexion, Archetypik
- Die Bedeutung von Geschichten für die Seele und die therapeutische Wirksamkeit von Märchen
- Die Arbeit mit Märchen im therapeutischen Prozess
- Die wertfreie Betrachtung und das Erfassen von archetypischen Grundenergien und ihre Bedeutung und Analyse für den therapeutischen Prozess
- Schreibtherapie: Schnittstelle zwischen Ich und Über-Ich ?
- Anwendung von Equipment und Multimediaeinsatz
- Selbsterfahrung und einzeltherapeutische Gestaltung
- Supervision und Coaching
Aus dem Methodenteil
In dieser Schreibtherapie Ausbildung sind natürlich Sprache und Vorstellung die wichtigsten Arbeitsmaterialien. Die Schreibtherapie zielt vor allem auf die heilende Wirkung ab, während es bei der Schreibpädagogik vor allem darum geht, mehr über sich und seine Beziehung zur Welt zu erfahren.
Die Selbsterfahrung der Teilnehmer(innen) legt neue persönliche Potentiale frei, um im breiten Feld der Schreibtherapie die eigene Methodik zu finden. Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n umgesetzt und gemeinsame Therapieansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung einer selbst entwickelten Seminar- und Therapieeinheit. Therapieeinzelsitzungen werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en geübt und supervidiert.

