Musiktherapeut(in) und Klangtherapeut(in)

Kursname:Musiktherapeut(in) und Klangtherapeut(in)
Dauer:1-jährig in 3 Intensivwochen
Termine:Nr. 192-B7: 06. 11. 2017 bis 20. 10. 2018
Nr. 193-B8: 15. 01. 2018 bis 24. 11. 2018
Nr. 194-B8: 07. 05. 2018 bis 04. 05. 2019
Nr. 195-B8: 22. 10. 2018 bis 21. 09. 2019
Gebühr:EUR 3500,- (USt.-befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Ort(e):IEK Berlin Ausbildungszentrum I, Edinburger Straße 45, 13349 Berlin
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Autogenes Training entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Voraussetzungen:Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion sowie das Spielen können von einem oder mehreren Instrumenten
Sonstiges:Die erfolgreiche Teilnahme ermöglicht Ihnen die kostenlose Teilnahme an der Ausbildung Psychotherapie (HPG) zu einem Termin Ihrer Wahl. In der Ausbildung enthalten ist bei Bedarf ein klientzentriertes Einzelcoaching für die Aufarbeitung eigener psychologischer Themen, zur Generierung von Handlungsperspektiven im Berufsfeld sowie der Entwicklung eines individuellen Marketingkonzeptes. Zwischen den Ausbildungsblöcken findet in Eigenstudium theoretische und praktische themenrelevante Vertiefung, die Aufstellung eines persönlichen Seminar- und Therapiekonzeptes sowie Selbsterfahrung statt. Nach Absprache: Vertiefungseinheiten zwischen den Ausbildungsblöcken (Praktikum, klinische Tätigkeit etc.).
Kursbeschreibung als PDF:

Hintergrund

Nach der Überlieferung soll bereits Pythagoras (570-510 v. Chr.) die Heilkraft von Klängen erkannt und therapeutisch genutzt haben. Das Interesse an dieser Betätigung versiegt auch Jahrhunderte nach der Antike nicht: In der abrahamitischen Tradition lassen sich Hinweise auf den Einsatz von Klängen zur Heilung von Krankheiten finden. In der Renaissance wurde dieses uralte Wissen weiter ausgebaut und den vier Gemütsstimmungen oder Temperamenten des Menschen (Melancholiker, Choleriker, Sanguiniker und Phlegmatiker) bestimmte Musik zugeordnet.

Heute ist die Wirksamkeit von Klängen durch die moderne Musikmedizin und -therapie sowohl bei somatischen Erkrankungen als auch bei psychischen Schwierigkeiten nachgewiesen.

Die Musiktherapie stellt aufgrund dieser Forschung mittlerweile eine eigenständige Heilmethode dar. Kerngedanke ist, durch gezielten Einsatz von Musik eine therapeutische Wirkung zu erzielen, die der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung psychischer und körperlicher Gesundheit dient. Auch wenn die Musiktherapie vorrangig auf die heilende Wirkung von Klängen sowie auf das Hören und Erleben von Musikstücken verschiedener Genres setzt, steht insbesondere bei der Aktiven Musiktherapie auch das Spielen der Instrumente (wozu auch die Stimme gehört) und das Zusammenspiel mit anderen im Fokus. Die Klangtherapie wird dagegen als eine rezeptive Form der Musiktherapie begriffen, die weniger mit musikalischen Arrangements und aktiv musikalischem Ausdruck, als mehr mit der Wirkung von Tönen und Klängen arbeitet. Ein nicht unbedeutender Nebeneffekt der musiktherapeutischen Wirkung ist beim gezielten Einsatz von Klängen oft eine tiefe Entspannung der Rezipienten und die Harmonisierung ihres Nervensystems.

Zentrale Einsatzgebiete der Musiktherapie sind insbesondere heilpädagogische, kurative, rehabilitative und präventive Felder, in denen Musiktherapeuten/innen mit Menschen aller Lebensalter arbeiten. Auf institutioneller Ebene behandeln sie Patienten und Patientinnen mit somatischen, psychischen, psychosomatischen sowie psychiatrischen Erkrankungen sowie Personen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen.

Ziel

Die Teilnehmenden erwerben die Qualifikation der therapeutischen Intervention an Personen mittels zahlreicher Musik-, Ton und Klanginstrumenten, um die musikalischen Ausdrucks- und Gestaltungsprozesse von Personen therapeutisch zu begleiten und sie hinsichtlich ihrer Wirkung sowie des Übertragens der Prozessergebnisse aus der musiktherapeutischen Selbsterfahrung auf ihren Alltag zu beraten. In der Ausbildung werden allgemein-therapeutische sowie musikmedizinische und -therapeutische Methoden vermittelt, die den aktiven und rezeptiven Zugang zum individuellen Ausdruck im Medium Klang, Ton und Musik erleichtern, und durch diese Erfahrung zu mehr körperlichem, seelischem und geistigem Gleichgewicht verhelfen.

Aus dem Inhalt

Geschichte und Grundlagen der Musiktherapie
Ansätze der Musiktherapie (Modelle und Menschenbilder)
Berufsbild und Tätigkeitsfelder von Musik- und Klangtherapeuten
Praxisfelder: Einsatzformen im Berufsalltag
Musiktherapie und Forschung: Menschliche Informationsverarbeitung
Musikmedizin / Funktionelle Musiktherapie
Therapeutische Interventionsformen und Interventionsmöglichkeiten
Anamneseverfahren in der Musiktherapie
»Biographische Sinfonie«: Biographisches Musizieren
Gruppenmusiktherapie
Praxiserfahrungen: Durchführung verschiedener musiktherapeutischer Therapieeinheiten
Musiktherapie und psychische Störungen
Klassische Störungsbilder – Indikation
Musiktherapie im klinischen Setting
Anleitung von Patientengruppen
Gruppenmusiktherapie und Einzeltherapie in der Behindertenarbeit
Musiktherapie in der Seniorenarbeit
Musiktherapie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Spielformen aktiver Musiktherapie in Selbsterfahrung und Reflexion
Potenzialentwicklung durch musiktherapeutische Intervention
Aufdeckung unbewusster Strukturen und Mechanismen, affektive Umstrukturierung
Aufdecken innerpsychischer Blockaden durch Musikinduktion
Kommunizieren via Musik
Ausdruck des Istzustands sowie Veränderung von Emotionen durch Musik (Sollzustand)
Das Tridentitätsmodell: Nahrung, Spiegel, Gegenüber
Musikalische Dialoge im therapeutischen Prozess
Risiken des musikalischen Dialoges in der therapeutischen Arbeit
Kontraindikation
Musikalisches Verraumen nach Lilli Friedemann
Therapeutische Funktionen der Musik und der Musikinstrumente
Die Appellstruktur oder der Aufforderungscharakter von Instrumenten
Symbolfunktion oder thematischer Appell von Instrumenten
Instrumente, Stimme, Körper
Die Bedeutung von Nähe und Distanz zwischen Musikinstrument und eigenem Körper
Evozierung kollektiv unbewusster Prozesse durch Musikinduktion
Entwerfen eines musikalischen Seelenbildes
Therapeutische Interventionen mittels allgemeiner Musikinstrumente
(Gitarre, Schlagzeug, Bass, Geige, Synthi. u.v.a.)
Kombination von Stimme und Bewegung
Instrumente / Stimme / Körper
Aktive Musiktherapie bzw. Klangtherapie – Abgrenzungen
Differenzierungen: Aktive und Rezeptive Musiktherapie
Einführung in die Phonophorese (= die Lehre von der therapeutischen Anwendung von hörbaren Schallwellen)
Physiologische, psychologische, energetische Wirkung von Klängen und ihre wissenschaftliche Fundierung
Potenzialforschung mittels Ton- und Tanzimprovisation
Veränderung: Wahrnehmung – Wahrnehmungsverarbeitung
(Hörerfahrungen und Wahrnehmung von Klängen – auditiv und über den gesamten Körper)
Erfahrung von Stille
Erleben des Eigenklangs
Ergründen von klanglichen „Emotionslücken“
Finden der individuellen Klang- und Bewegungsschwingung durch Meditation und Experimenttönen
Zusammenhänge zwischen Klängen, Chakren und Meridianen
Autogenes Training (Seminarleiterschein)
Regressionstechniken
Hypnoseinduktion und Trancevertiefung durch Ton, Klang und Musik;
Einsatzmöglichkeiten von Oberinstrumenten in der Grund- und Oberstufe des Autogenen Trainings
Finden des Eigengefühls und seine Verknüpfung mit dem Eigenklang
Einführung in die klangtherapeutische Entspannungsarbeit
Musik und Ton: Entstehung und Wirkung
Musik/Klänge und Entspannung
Musik/Klänge und Therapie
Anteil von Klängen an Entspannung und Wohlergehen
Klänge als heilende Kraft
Erkunden von Klängen im eigenen Körper
Aufsuchen von Gefühlszuständen mittels Entspannungstechniken und Musik
Zusammenhänge zwischen Klängen, Chakren und Meridianen (Energielehren)
Obertöne, Obertoninstrumente (Monochord, Klangschalen, Gong, Trommel,Didgeridoo) und Obertongesang
Kombination von Stimme und Bewegung
Rapport
Therapeutische Haltung
Therapeutische Beziehung
Fragetechniken
Interventionstechniken für Psyche und Gesundheit
Rechtliches zum Therapeutenberuf
Praxiserfahrungen: Durchführung verschiedener musiktherapeutischer Therapieeinheiten
Erstellung eines Therapie- und Seminarplans
Selbsterfahrung
Exkursionen (Musiktherapiepraxis, Klangwerkstatt, Instrumentenbau)
Anwendung von Equipment in der Klangwerkstatt
Supervision und Einzelcoaching

Aus dem Methodenteil

In der Ausbildung werden durch Vortrag, Gruppenarbeit und Exkursion ein theoretisches und praktisches Basiswissen sowie Kernkompetenzen eines/r Musik- bzw. Klangtherapeuten/in erarbeitet. Durch Selbsterfahrung, Körperwahrnehmungs-übungen im Medium Ton, Musik und Klang sowie eigenes Ausprobieren erwerben die Teilnehmenden grundlegende Spiel- und Interventionstechniken. Die erworbenen Fähigkeiten konvergieren mit den bereits vorhandenen Fähigkeiten und Vorerfahrungen der Teilnehmenden im Feld musiktherapeutischer Behandlungs- und Interventionsmaßnahmen. Zusätzlich zu diesem Angebot enthält die Ausbildung eine Einführung in die Phonophorese, das therapeutische Arbeiten mit Stimmgabeln, sowie eine Anleitung zum Bau eines Didgeridoos.

Die folgenden Exkursionen sind wahlweise vorgesehen:

Klangwerkstatt Bernhardt Deutz www.deutz-klangwerkstatt.de

Während dieser Exkursion lernen die Teilnehmenden die maßgeblichen Saiteninstrumente für die musiktherapeutische Praxis kennen und erhalten eine Einführung in die Obertonlehre. Viele der vorgestellten Instrumente hat Bernhard Deutz in enger Zusammenarbeit mit Musiktherapeuten entwickelt.

Praxis Dr. Gerhard Tuschy www.dr-tuschy.de

Dr. Tuschy führt ein in die musiktherapeutische Arbeit mit Klangtrancen und leitet die Teilnehmenden an, selbst eine psychoanalytisch ausgerichtete Klangtrance zu erleben. Dr. Tuschy besitzt ein reichhaltiges und beeindruckendes Instrumentarium an klangtherapeutischen Instrumenten sowie langjährige Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit mit Klängen.

Exploratorium Berlin www.exploratorium-berlin.de

Matthias Schwabe gibt während dieser Exkursion eine Einführung in die Praxis der improvisierten Musik auf der Basis von Lilli Friedemann (1909-1991). Friedmann war eine Geigerin, Bratscherin und Improvisatorin. Als Schülerin von Paul Hindemith (1895-1963) entwickelte sie ab Mitte der 1950er Jahre die sogenannte Musikalische Gruppenimprovisation. Die Exkursion gibt Einblick in die Schnittmenge von musikpädagogischer und musiktherapeutischer Arbeit.

 

So melden Sie sich für eine unserer Ausbildungen an:

Wir freuen uns, dass Sie sich für eine unserer Ausbildungen anmelden möchten! Bitte gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor:

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Im nächsten Schritt können Sie Ihre Eingaben noch einmal überprüfen, bevor Sie die Anmeldung durch Klick auf den Button "Zahlungspflichtig anmelden" absenden. Hier haben Sie außerdem die Möglichkeit, einen Schritt zurück zu gehen, um jede Ihrer Eingaben über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen zu korrigieren. Der Anmeldevorgang ist nach Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig anmelden" abgeschlossen. Eine Korrektur von Eingabefehlern ist ab dem Zeitpunkt der Betätigung dieses Buttons nicht mehr möglich. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine verbindliche Anmeldebestätigung (Vertragsschluss).

Musiktherapeut(in) und Klangtherapeut(in)

IEK Berlin Ausbildungszentrum I, Edinburger Straße 45, 13349 Berlin

EUR 3500,- (USt.-befreit, befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)



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