IEK - Entspannung und KommunikationIEK - Ausbildung und Weiterbildung
Startseite » Ausbildungen » Beratende- und Lehrerausbildungen » Psychologischer Berater Ausbildung Psychologische Beraterin Ausbildung Psychotherapie HPG Weiterbildung

Psychologische Beraterin / Psychologischer Berater

Ausbildung Nr. 054-4, 055-5
Dauer 3 Wochen Intensivausbildung
Termine
054-4
Ort: Berlin
11.08. - 29.08.2014
jeweils Montag - Freitag, je 8:00 - 18:00 Uhr
055-5
Ort: Berlin
03.08. - 21.08.2015
jeweils Montag - Freitag, je 8:00 - 18:00 Uhr
Gebühr EUR 4.000,- / ermäßigt EUR 3.200,- (USt.-befreit)
Veranstaltungsort   IEK-Ausbildungszentrum, Köpenicker Straße 175, 10997 Berlin

Beschreibung als PDF Psychologische Beraterin / Psychologischer Berater - Beschreibung als pdf-Datei
  
Inhouse-Ausbildung

Psychologische(r) Berater(in)

mit therapeutischer Fachvertiefung und Möglichkeit der Psychotherapie-Zulassung (HPG)

Geeignet für die Niederlassung mit eigener Praxis für Psychologische Beratung nach PsychThG § 1 Abs. 3 Satz 3 außerhalb der Heilkunde.

Die Ausbildung beinhaltet die folgenden drei Elemente:

(1) Basisausbildung Psychologische(r) Berater(in)

Ausbildung Nr.: 053-3, 054-4
Dauer: 3 Wochen Intensivausbildung
Termine:

Nr. 054-4: 11.08.-29.08.2014

jeweils Montag- Freitag je 8 - 18 Uhr

Die Basisausbildung enthält die Seminarleiterscheine für Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation.


(2) Therapeutische Fachvertiefung

Nach der Intensivausbildung bzw. während der berufsbegleitenden Ausbildung können Sie je nach Vertiefungswunsch an einer der folgenden Therapieausbildungen teilnehmen:

(a) Hypnotherapeut(in) (für Erwachsene oder Kinder & Jugendliche)
(b) Entspannungstherapeut(in) (für Erwachsene, Kinder & Jugendliche oder Senioren)
(c) Yogatherapeut(in)

(Nähere Informationen und Ausbildungstermine entnehmen Sie bitte den jeweiligen Informationsblättern.) 


(3) Vorbereitungskurs Psychotherapie (HPG)

Dieser einwöchige Kurs dient der Vorbereitung auf die Überprüfung „Psychotherapie (HPG)“ bei Ihrem Gesundheitsamt. Die Zulassung als Heilpraktiker(in) für Psychotherapie ist zwar nicht notwendig, um Psychologische Beratung anbieten zu können, eröffnet Ihnen jedoch breitere Handlungsspielräume in der Arbeit mit Ihren Klienten. (Nähere Informationen und Kurstermine entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Informationsblatt.)


Teilnahmegebühr: 4.000,- Euro / ermäßigt 3.200,- Euro (USt.-befreit; eine Ratenzahlung ist möglich).
Darin sind die drei genannten Ausbildungen enthalten. Unterrichtsmaterial wird zur Verfügung gestellt. Für die Ausbildungen selbst entstehen keine weiteren Kosten. Verpflegung und ggf. Unterkunft sind jedoch von Ihnen selbst zu tragen. Die Überprüfung beim Gesundheitsamt (Psychotherapie HPG) kostet etwa 300,- Euro.

Wenn Sie nur die Basisausbildung Psychologische(r) Berater(in) besuchen möchten, beträgt die Teilnahmegebühr hierfür 2.500,- Euro / ermäßigt 2.000,- Euro (USt.-befreit).

Hinweis für Interessenten außerhalb Berlins: Bei Buchung mehrerer Wochen bieten Gastgeber z. T. Rabatte von bis zu 70 % an, dadurch sind Zimmerpreise ab ca. 10,- Euro/Tag möglich.

 

Basisausbildung zum/r Psychologischen Berater(in)

Was ist Psychologische Beratung?

Psychologische Beratung stellt eine Art Hilfe zur Selbsthilfe dar. Sie sieht ihren Arbeitsschwerpunkt und ihr Ziel in der Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte, die angesichts akuter Schwierigkeiten und Problemen vom Klienten subjektiv als belastend und schwer lösbar empfunden werden. Psychologische Beratung sollte dann stattfinden, wenn der Problembereich eng umschrieben ist, wie zum Beispiel bei beruflicher Veränderung, Ortswechsel oder Problemen in der Partnerschaft oder Familie. Die Psychologische Beratung trägt dazu bei, Klarheit über Probleme und über Bewältigungsmöglichkeiten zu schaffen. Gleichzeitig fördert sie die Kompetenz des Klienten, eine eigenständige Problemlösung zu finden.

Wozu dient die Ausbildung?

Mit der angebotenen Ausbildung „Psychologische(r) Berater(in)“ wird die Qualifikation zur psychologischen Beratung erworben und damit die Möglichkeit, sich nach PsychThG § 1 Abs. 3 Satz 3 außerhalb der Heilkunde selbständig niederzulassen und somit eine selbständige Tätigkeit auszuüben. Die Niederlassung ist an keine Hochschul- oder amtliche Prüfung oder behördliche Zulassung geknüpft. Dem für den Niederlassungsort zuständigen Finanzamt ist jedoch Anzeige zu erstatten.

Die Ausbildung ist außerdem interessant für Menschen, die ihre Beratungskompetenzen stärken wollen, denen aber fundierte Kenntnisse in grundlegenden Bereichen der Psychologie fehlen, und für Menschen, die -als weitere Voraussetzung zur professionellen Ausübung psychologischer Beratung- durch die Auseinandersetzung mit Themen der Psychologie mehr über sich erfahren wollen.

Die Ausbildung kann aber auch für eine betriebliche Beratungstätigkeit das nötige psychologische Hintergrundwissen vermitteln. Als Psychologischer Berater können Sie sich niederlassen mit Schwerpunkten in Ehe-, Familien- oder Erziehungsberatung, Personal-, Betriebs- oder Werbeberatung, Eignungsuntersuchungen, Schulwahl, Gruppentraining und vieles andere mehr. Hier wird eine Studienvertiefung in den Schwerpunkten durch Fachliteratur und Praktika empfohlen.


Wie ist die Ausbildung gestaltet?

In der Ausbildung wird durch Vortrag, Gruppenarbeit und praktische Übung eine Wissensbasis zur psychologischen Beratung geschaffen. Abwechselnd liegen dabei die Schwerpunkte auf der Vermittlung psychologischen Basiswissens sowie praxisorientiertem Unterricht.

Die Teilnehmer(innen) üben Elemente aus Beratungssitzungen. Die Erfahrungen werden reflektiert, supervidiert und auf ihre lösungsorientierte Relevanz hin geprüft. Gemeinsam werden beispielsweise die persönliche Standortbestimmung des Klienten perspektivisch analysiert und Interventionsmaßnahmen geübt.

Die Ausbildung endet mit der Durchführung einer vom Teilnehmenden selbst entwickelten Beratungssitzung und einer Abschlussprüfung, die von Diplom-Psycholog(inn)en und graduierten Therapeut(inn)en abgenommen wird. Im Falle des Nicht-Bestehens der Abschlussprüfung kann diese zweimal wiederholt werden (kostenfrei). Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem anerkannten Prüf-Zertifikat des IEK bescheinigt. Die Ausbildung endet mit der Graduierung zur/zum geprüften Psychologischen Berater(in).

Auf dem Zertifikat werden ebenfalls die im Rahmen der Ausbildung erworbenen Zusatzqualifikationen Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation bescheinigt. Diese entsprechen inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfallprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.


Ziel und Schwerpunkte der Ausbildung

Die Ausbildung zur/m Psychologischen Berater(in) an unserem Institut hat das Ziel, die Teilnehmenden auf eine Tätigkeit als Berater(in) vorzubereiten, die/der Ratsuchenden Hilfestellung bei der Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder anderer Zwecke außerhalb der Heilkunde geben kann (nach PsychThG § 1 Abs. 3 Satz 3). Sie umfasst insgesamt 200 Unterrichtseinheiten an 13 Intensiv- und 2 Prüfungstagen. Es werden grundlegende Kenntnisse aus folgenden Bereichen vermittelt:

Themenbereich / Anteil an der Ausbildung (ca.)
Der Beratungsprozess / 45 %
Psychologische Grundlagen / 30 %
Entspannungsverfahren / 25 %

Im Themenbereich „Der Beratungsprozess“ geht es um Möglichkeiten und Grenzen Psychologischer Beratung, Ziel und Ablauf von Beratungen, Gestaltung von Beratungssitzungen, gezielte Nutzung von Elementen aus therapeutischen Ansätzen, Techniken der Gesprächsführung, die Rollen von Berater und Ratsuchendem und andere damit zusammenhängende Aspekte.

Der Themenbereich „Psychologische Grundlagen“ vermittelt Grundwissen aus Persönlichkeits- und Soziapsychologie sowie Abgrenzungen zur Klinischen Psychologie. Dabei wird einerseits die notwendige theoretische Basis geschaffen und andererseits die jeweilige Anwendungsrelevanz bezogen auf Psychologische Beratung erarbeitet.

Im Themenbereich „Entspannungsverfahren“ erwerben die Teilnehmenden die Fähigkeit, Progressive Muskelrelaxation und Autogenes Training an Ratsuchenden zur Anwendung zu bringen. Entspannungsverfahren sind universelle Werkzeuge im Dienste der menschlichen Entwicklung. Sie dienen unter anderem der Reduktion von Angst und Streß und der Entwicklung von Kreativität.

Zur ausführlichen Klärung der formalen, rechtlichen und organisatorischen Fragen im Zusammenhang mit der Ausübung einer Tätigkeit als selbständige/r oder nicht-selbständige/r Psychologischer Berater empfehlen wir zusätzlich die Ausbildung "Selbständigkeit in Gesundheitsberufen". 

 

Inhalte der Ausbildung

 

Grundlagen, Ziele und Grenzen der Beratung

Zunächst wird eine Einführung in das Thema Beratung gegeben. Es geht um dabei um die Rolle des Beratenden und die Funktion von Beratung, die unterschiedlichen Welten (Wahrnehmungen, Erklärungen) des Beratenden und des Ratsuchenden, um Gesprächsmethoden und Problemaspekte der Beratungssituation. Außerdem werden Sinn und Zweck und auch die Grenzen von Beratung verdeutlicht.


Anwendungsbereiche von Beratung

In welchen Settings findet Beratung statt? Es werden verschiedene Bereiche der Psychologie vorgestellt, in denen Beratung stattfindet, u. a. Arbeits-, Betriebs- und Organisations- und Schulpsychologie.


Beratungspraxis

Nachdem im theoretischen Teil der Ausbildung ein Überblick über verschiedene klassische therapeutische Ansätze wie Psychoanalyse und Verhaltenstherapie gegeben wird, vermitteln wir im beratungspraktischen Teil vor allem Methoden, die sich gut für einen Einstieg in die psychologische Beratung eignen:

  • systemische Beratung
  • lösungsorientierte Beratung
  • personenzentrierte Beratung


Kommunikationsprozesse in der Beratung

Was sind die Grundannahmen der Kommunikationstheorie? Welche Art von Kommunikationsstörungen gibt es? Wie kann das Beraterverhalten Einfluss darauf nehmen, und welche Alternativen gibt es? Ein besonderes Thema dabei ist die Metakommunikation.


Durchführung und Gestaltung von Beratungseinheiten

In diesem Teil geht es um die konkrete Fallübung und die Anwendung des erworbenen Wissens. In Gruppen und Rollenspielen werden Beratungssituationen simuliert und beraterisches Verhalten trainiert.


Einübung und Supervision

Es werden eigenständig Beratungssitzungen konzipiert und in der Gruppe durchgeführt. Anschließend werden die Erfahrungen analysiert und durch die Dozent/innen supervidiert.

 


Grundlagen der Psychologie

Über die Geschichte der Psychologie, ihre Entstehung, Ziele und Forschungsansätze, die verschiedenen Teilgebiete der Psychologie und deren Anwendungsmöglichkeiten.


Persönlichkeitspsychologie

Eine wesentliche Grundlage der Beratung bildet unsere Vorstellung davon, „wie und was der Mensch ist“. Die Persönlichkeitspsychologie untersucht unter anderem Theorien darüber, wie menschliches Erleben und Verhalten beschrieben und erklärt werden kann. In der Ausbildung beleuchten wir verschiedene Persönlichkeitstheorien und erarbeiten die ihnen zugrunde liegenden Menschenbilder.

Folgende Persönlichkeitstheorien und ihre Bedeutung für die Psychologische Beratung werden besprochen:

  • Kognitive Ansätze (Beispiel: G. A. Kelly)
  • Lerntheoretische Ansätze (Beispiele: B. F. Skinner, A. Bandura)
  • Eigenschaftstheoretische Ansätze (Beispiel: R. B. Cattell)
  • Psychoanalytische Ansätze (Beispiel: S. Freud)
  • Humanistische Ansätze (Beispiel: A. Maslow)


Sozialpsychologie

Auf welche Weise werden unsere Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Handlungen durch andere Menschen beeinflusst? Soziale Prozesse lassen sich innerhalb von Individuen, zwischen Individuen und innerhalb und zwischen Gruppen lokalisieren. Ausgewählte Konzepte der Sozialpsychologie, die für die Beratung besonders wichtig sind, werden vermittelt. u.a.:

  • Kommunikationstheoretische Grundlagen (P. Watzlawick, F. Schulz von Thun)
  • Attributionen (F. Heider, B. Weiner)
  • Gelernte Hilflosigkeit (M. Seligman)
  • Reaktanz (J. Brehm)
  • Rollenverhalten (P. Zimbardo)

 


Psychopathologie

Die Psychologische Beratung ist nur außerhalb der Heilkunde erlaubt. Oft ist jedoch der Übergang zur heilkundlichen Tätigkeit der Psychotherapie fließend. Aus diesem Grund ist es wichtig, Kenntnisse neurotischer, psychoneurotischer, psychosomatischer und psychiatrischer Störungen mit Krankheitswert zu erwerben, damit die Krankheitsbilder und die formale Abgrenzung zur Psychotherapie bewusst sind. Diese Kenntnisse können in der Ausbildung "Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz" erworben werden.


Entspannungsverfahren

Welche Bedeutung hat Entspannung im menschlichen Leben? Es werden theoretische Grundlagen von Entspannung vermittelt und die Wirkung gezielter Entspannung auf Angst, Kreativität, Leistungsfähigkeit u. a. m. besprochen. Folgende Entspannungsverfahren werden vermittelt, so dass sie als Werkzeuge in der Beratung eingesetzt werden können:

  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelrelaxation

 

 



Letzte Aktualisierung:
22.10.2014


STARTSEITE | SITEMAP | DATENSCHUTZ | AGB
© 1998 - 2014 IEK - Deutsches Institut für Entspannungstechniken und Kommunikation